16.12.2015

Spahn drückt die Schulbank im Schulmuseum Ahaus

Jens Spahn war jetzt zu Gast im Schulmuseum im Schloss Ahaus. Er war begeistert vom vom starken Engagement und den anschaulichen Ausstellungsstücken.
 

Der Gründer des Schulmuseums, der ehemalige Rektor Winfried Bergen, brachte dem Ottensteiner bei seinem Besuch Einzelheiten des Museums näher. Spahn staunte nicht schlecht ob der über 10000 jährlichen Besucher. Das städtische Museum schafft es im Vergleich lediglich auf rund 3800 Besucher.
 
Bergen betonte dabei besonders die Bedeutung für Kindergärten und Schulen, bei denen sein Angebot über die Grenzen von Ahaus hinaus auf große Resonanz stößt. Um dieses Angebot aufrecht zu erhalten, leistet Bergen einiges. So investiert er nicht nur viel Zeit in die Arbeit, sondern erwirbt auch alle Ausstellungsstücke persönlich. „Wenn ich es mal nicht mehr mache, sollen nicht die Streitereien um die Eigentumsverhältnisse losgehen“, erläutert der ehemalige Pädagoge.
 
Wenn Bergen über seine Arbeit spricht, spürt man, wie er für diese brennt. „Ich möchte durch meine Arbeit allen, denen ich viel zu verdanken habe etwas zurückgeben, also der Allgemeinheit“, nennt Bergen seinen Antrieb. Insgesamt unterstützen Bergen bei dieser Arbeit 35 ehrenamtliche Museumsdiener, zu denen er mit der Zeit eine enge Bindung aufgebaut hat. 
 
Neben einem Musikpavillon, einem Technikpavillon und „Omas Küche“, in denen zeitgenössische Ausstellungsstücke wie alte Gussbügeleisen oder einer der ersten Personalcomputer bestaunt werden können, gibt es auch ein historisches Klassenzimmer. In diesem durfte Spahn dann auch sogleich noch einmal die Schulbank drücken und sich am Schreiben der alten Sütterlinschrift üben. Dabei erwies er sich als echtes Naturtalent, was Bergen ihm mit einem historischen Fleißkärtchen attestierte.
 
Eintritt und Führungen bietet Bergen im Übrigen kostenlos an, daher freut er sich natürlich besonders über Spenden an den eigens gegründeten Förderverein. An diesen soll das Museum auf lange Sicht auch übergeben werden. „Dazu muss der dauerhafte Betrieb aber sichergestellt sein“, gibt Bergen eine wichtige Bedingung vor. „Man merkt wie viel Herzblut Sie hier hineinstecken. Ihr Engagement geht weit über das Übliche hinaus. Für die Stadt ist das Museum und Ihr Wissensschatz ein Glücksfall“, sagte Spahn.

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