10.09.2014

Kurs halten: Eurorettungspolitik ist erfolgreich.

Die Eurorettungspolitik war erfolgreich, die tiefe Rezessionen aus den Jahren 2012 bis 2013 sind überwunden, für 2014 wird in allen Ländern, auch in den Krisenländern ein Aufschwung erwartet. Allerdings war das 2. Quartal enttäuschend, der Euroraum stagniert. Einzig Spanien überrascht mit einem Wirtschaftswachstum von 0,6 %.

Für diese Entwicklung gibt es zwei Hauptgründe: Die Unsicherheit durch die Entwicklungen in der Ukraine führt zu Investitions- und Konsumzurückhaltung und die Reformen werden in den Eurostaaten unterschiedlich schnell umgesetzt. In Frankreich und Italien geht es langsamer voran, während Spanien von seinen konsequenten Reformschritten profitieren kann. 
 
Die wirtschaftliche Erholung ist noch fragil, aber die Arbeitsmarktzahlen und sonstige Frühindikatoren sprechen für einen langsam einsetzenden Aufschwung.
 
Dazu zählt auch, dass sämtliche Krisenstaaten seit 2009 ihre Haushalte substanziell konsolidiert haben. Das Defizit in der Eurozone hat sich seit 2009 mehr als halbiert. Darauf darf sich aber niemand ausruhen, weitere Konsolidierungsschritte sind nötig. 11 von 28 Mitgliedsstaaten liegen über der 3%-Grenze.
 
Im weltweiten Vergleich steht die Eurozone aber gut da: Die Staatsschuldenquote liegt in Großbritannien bei 90%, in der Eurozone bei 95%, in den USA bei 105% und in Japan über 240%.
 
Die positive Entwicklung zeigt, dass die Strategie der Haushaltskonsolidierung in Kombination mit Strukturreformen Wirkung zeigt. Diesen Weg müssen wir weiter gehen und bei den Konsolidierungsverpflichtungen Kurs halten und Strukturreformen umsetzen. Gleichzeitig brauchen wir gezielte Maßnahmen zur Begleitung von notwendigen Anpassungsprozessen vor allem zur Reduktion der 
Jugendarbeitslosigkeit, zur Verbesserung der Kreditversorgung von KMU und zur Stärkung privater Investitionen.

Weitere Informationen zum Stand der Eurorettungspolitik finden Sie hier zum Download. 




 

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