VILLA BECKER | 15.01.2003

Als gemeinsame Veranstaltung mit dem Katholischen Bildungswerk Raesfeld und den Landfrauen Raesfeld:

"Eigenständige Existenzsicherung:

Altersvorsorge für Frauen-
eine Chance für die Zukunft“

Referentin: Doris Nienhaus,
staatlich geprüfte Betriebswirtin und Versicherungsberaterin beim Landwirtschaftlichen Kreisverband Borken

Frauen unterbrechen ihre Berufstätigkeit häufig für die Kindererziehung oder die Pflege von Angehörigen. Sie arbeiten Teilzeit oder geben die Berufstätigkeit ganz auf. Gerade für sie ist es in der heutigen Zeit wichtig, eine ausreichende zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Leider wird dieser wichtige Aspekt oft vernachlässigt, sodass vielen Frauen im Alter oder im Erwerbsminderungsfall Armut droht.

Frau Nienhaus wies besonders darauf hin, dass Frauen leider oft versäumen, ihre Erwerbsminderungsansprüche aufrecht zu erhalten, obwohl dies mit verhältnismäßig geringen Aufwendungen möglich sei. Auch bei einer geringfügigen Beschäftigung ist durch den Verzicht auf die Versicherungsfreiheit die Aufrechterhaltung der Erwerbsminderungsansprüche möglich.

Eine genaue Bilanzierung der bisherigen Eigenvorsorge ist wichtig, um abschätzen zu können, ob die erworbenen Ansprüche unter Berücksichtigung des Kaufkraftverlustes für einen angemessenen Lebensstandard im Alter ausreichen.

Ausführlich informierte Frau Nienhaus über den Aufbau der Riester-Rente. Welcher Personenkreis ist berechtigt, welcher Eigenbeitrag ist zu erbringen und wie sieht die staatliche Förderung aus? Anhand von Fallbeispielen erläuterte die Referentin, dass gerade für Frauen oft schon mit geringem Beitrag einiges zu erreichen sei. Viele Fragen der anwesenden Damen waren dabei zu beantworten.

Verträge sollten immer wieder, unter Umständen sogar jährlich, an die persönlichen Lebensverhältnisse angepasst werden. „Bei Riester muss man sich kümmern,“ so Doris Nienhaus. Auch auf die Modelle der Betrieblichen Altersvorsorge und die Belange von Frauen aus der Landwirtschaft ging sie ausführlich ein.

Durch das Engagement der kompetenten Referentin erhielten die Zuhörerinnen, trotz der komplizierten Materie, viele Anregungen für die Planung ihrer persönlichen Altersvorsorge.

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