08.05.2012

Fünf Fragen an den Kandidaten Bernhard Tenhumberg

Was kann sich nach der Wahl in der Politik ändern?

Tenhumbergs Antworten auf fünf politische Fragen zu den Themen:
Kommunen im Münsterland - Bildungskonsens - größere Ställe -Projekt für den Kreis Borken - Koalitionspartner in der Landesregierung

Frage 1: Viele Kommunen im Münsterland beklagen, dass sie in Sachen Finanzen im Vergleich zu Großstädten zu schlecht wegkommen. Muss da was geändert werden. Wenn ja, was?
 
Jährlich 12.800.000 Euro kostet meinem Wahlkreis Rot-Grün. 115 Euro pro Bürger im Münsterland, 679 Euro pro Bürger im Ruhrgebiet! Das ist unfair und ungerecht. Wir brauchen mehr Verteilungsgerechtigkeit; auch das Finanzvolumen im GfG muss wegen der zusätzlichen Übertragung von Landes- und Bundesaufgaben erhöht werden.  Zur Rettung der überschuldeten Kommunen hat die CDU ein durch finanziertes Sofortprogramm bereits vorgelegt.
 
Frage 2: Der Bildungskonsens hat Ruhe in die Bildungspolitik gebracht. Was schlagen Sie vor, damit auch kleine Kommunen so zentrale Einrichtungen wie ihre Schulen behalten können?
 
Die CDU hat den NRW-Schulkonsens maßgeblich gestaltet. Die Besonderheiten des ländlichen Raumes sind berücksichtigt. Dadurch können auch kleinere Schulen bestehen bleiben und kleiner Klassen gebildet werden. Der freie Gestaltungsraum der Kommunen im Kreis Borken wurde erweitert. Das ist eine optimale Voraussetzung für Chancengleichheit und gute, individuelle  Bildung und Förderung. Kurze Beine – kurze Wege ist jetzt machbar.
 
Frage 3: Immer größere Ställe, immer mehr Tiere: Auch im Kreis Borken gibt es zunehmend Kritik an Entwicklungen in der Landwirtschaft. Sollte das Land NRW- und wenn ja wie – darauf Einfluss nehmen?
 
Wir wollen, dass die Akzeptanz des Bauens von Teilhaltungsanlagen für landwirtschaftliche Familienbetriebe weiterhin erhalten bleibt. Der Umfang der Stallungen soll dabei überwiegend abhängig bleiben von der Größe der vorhandenen Flächen. Die gewerbliche Tierhaltung sehe ich sehr kritisch und befürworte eine fachliche Diskussion, die sich an den Bedürfnissen der Verbraucher und des Tierschutzes orientiert.
 
Frage 4: Wenn Sie in den Landtag einziehen sollten: Welches Projekt für den Kreis Borken wollen Sie dort besonders vorantreiben?
 
Die Bedürfnisse von Familien und der Kinder und Jugendlichen haben sich in den letzten Jahren erheblich auch im Kreis Borken verändert. Wir brauchen in diesem Bereich verlässlichere Strukturen. Dazu zählen insbesondere der Kindergarten und die Schule. Ich möchte ausreichende und gute Kindergärten mit qualifiziertem Personal und kleinen Gruppen sowie im Bereich der Schulen den Ausbau zu mehr Ganztagsangeboten verwirklicht sehen.
 
Frage 5: Vorausgesetzt, ihre Partei könnte sich für die kommenden Jahre einen Koalitionspartner in der Landesregierung aussuchen. Welche Partei wäre das – und warum?
 
Mit allen demokratischen Parteien könnte ich grundsätzlich eine Koalition bilden, vorausgesetzt, sie stimmen dem Schuldenabbau und der Bildung als absolute Prioritätensetzung zu. Da sich das Land NRW in den meisten Politikbereichen in einem schlimmen und katastrophalen Zustand befindet, ist es wichtig, dass eine verlässliche Mehrheit für die Regierungsbildung unter Führung der CDU zustande kommt. Dadurch gewinnt NRW.
 

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