CDU-Fraktion zum Artikel der SPD "Einstieg in den Ausstieg" beim Mehrgenerationenwohnen

23.09.2010 | CDU Stadtverband Borken

Das Zusammenleben mehrerer Generationen in einem Haus, ob im Familienverbund oder neu geschlossener Gemeinschaften, ist aus gesellschaftlicher Sicht höchst begrüßenswert und durchaus geeignet, soziale Aufgaben der Versorgung, Pflege u. Betreuung gemeinsam besser zu lösen. Darüber verstärkt es das Verständnis füreinander bzw. der Generationen untereinander.

Die eigene Lebensform bestimmt aber jeder individuell und nicht nach politischem Willen.


Wir vertreten daher die Ansicht, die Vorzüge der Mehrgenerationenhaushalte wie bisher zu unterstützen, zu fördern und zu informieren, was auch immer wieder durch die Medien geschieht. Die Wichtigkeit der Familie habe ich bereits im meiner Haushaltsrede 2010 herausgestellt.

Ob, wie und in welchem Umfang gegebenenfalls öffentliche Förderung bzw. Unterstützung seitens der Kommunalpolitik erforderlich ist, muss diskutiert werden. Wir denken darüber jedenfalls intensiv nach, Initialzündung zu geben.
 
Wer sich mit den Anforderungen an solche Gebäude befasst und die dazu erforderlichen bauplanungsrechtlichen Grundlagen kennt wird feststellen, dass quasi in  jedem Baugebiet in Borken u. den Ortsteilen die Möglichkeit besteht ein entsprechendes Gebäude oder einen Gebäudekomplex über ggfls. vereinigte Grundstücksparzellen, zu errichten. Notfalls gäbe es auch die Möglichkeit der Bebauungsplananpassung, die aber wohl kaum erforderlich werden dürfte. Dazu ist es auch auf anderen Flächen des Bierbaumgeländes möglich, adäquaten Wohnraum für mehrere Generationen unter einem Dach zu schaffen.

Die CDU fördert auch aufgrund der Lagegunst besonders im Bierbaumwohnquartier weiterhin den Gedanken, dort das Mehrgenerationswohnen möglich werden zu lassen. Im übrigen bleibt aber auch festzuhalten, dass hier keine derartigen Vermarktungstristriktionen als Beschluss vorliegen.
 
Die nachzulesenden Befürchtungen der SPD Fraktion oder Ihres Vorsitzenden sind völlig neben der Sache und dazu unbegründet. Keinesfalls ist, im atompolitischen Jargon formuliert, hier der "Einstieg in den Ausstieg" geplant.

Es gibt ja gar keine Beschlüsse, nur Überzeugungen und Wünsche. Angesprochen in der Sitzung u.zukünftig geplant wurde vielmehr, die Vermarktungsanstrengungen in der gewünschten Richtung zu intensivieren.

Von Äußerungen bzw. sehr eigenwilligen Interpretationen wie, der Ausschuss hätte nur  "stumpf verkauft", distanzieren wir uns als CDU-Fraktion mehr als deutlich. Wer die Diskussion in der Sitzung verfolgt hat, muss objektiver Weise berichten und Herr Bunse war dabei, dass hier sehr lange und ausführlich beraten wurde. Nur wurde mehrheitlich der Argumentation der SPD nicht gefolgt.

Die der Sitzung nachfolgenden Äußerungen der SPD sind hier bestenfalls geeignet ein völlig falsches Bild der Meinung des Hauptausschusses im Rat der Stadt Borken zu erzeugen. Dies ist richtigzustellen. Falsch an den Äußerungen der SPD ist auch, dass nicht eine "in der Mitte" liegende Fläche des Areals Generationswohnen sondern ein Eckgrundstück verkauft wurde. Dies spielt zwar faktisch keine Rolle, zumal falsch, zeigt aber die beabsichtigte Dramaturgie der Einlassungen des Fraktionsvorsitzenden der SPD, Herrn Klaus Bunse.
 
Wir wünschen uns nicht nur an dieser Stelle mehr Konstruktivität und vor allem, bei den Fakten zu bleiben