CDU-Münsterlandrunde: landesweites Förderprogramm sichert die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum

Insgesamt 20 Städte und Gemeinden im Münsterland sind im Hausarztprogramm der Landesregiering

26.08.2009, 13:42 Uhr | Münsterland Runde

Die NRW-Landesregierung startet ein Programm zum Erhalt der hausärztlichen Versorgung in den vier Münsterlandkreisen. "Durch die Teilnahme wird es überall auch in Zukunft eine ausreichende medizinische Versorgung geben", freuen sich beispielsweise Werner Jostmeier und Bernhard Schemmer für den Kreis Coesfeld.

Fünf Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld werden in das Förderprogramm aufgenommen: Lüdinghausen, Nordkirchen, Rosendahl, Olfen und Billerbeck.

"Wir machen unsere Region attraktiv für Ärzte, die sich bei uns niederlassen und den Menschen helfen möchten. Das ist das, was die Bürgerinnen und Bürger hier vor Ort brauchen", freuen sich Wilfried Grunendahl und Hannelore Brüning für den Kreis Steinfurt. Hier profitieren die Städte und Gemeinden Mettingen, Lengerich, Lotte, Hopsten und Neuenkirchen von der Aufnahme in das Förderprogramm.

Auch im Kreis Borken ist die ärztliche Versorgung in ingesamt sieben Städten und Gemeinden langfristig gesichert. Dazu gehören Heiden, Rhede, Isselburg, Raesfeld, Stadtlohn, Vreden und Gescher. Die Landesregierung will einer medizinischen Unterversorgung im ländlichen Raum entgegensteuern und hat deshalb das Aktionsprogramm zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung in Nordrhein-Westfalen, das sogenannte Hausarztaktionsprogramm, gestartet. "Eine leistungsfähige medizinische Versorgung vor Ort ist sehr wichtig. Die Menschen werden immer älter - deswegen brauchen wir Ärzte in der Nähe, die die Menschen betreuen, behandeln und begleiten", erklärt der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Tenhumberg. "Wir sorgen dafür, dass die Menschen bei uns im Kreis Borken auch in Zukunft medizinisch voll abgesichert sind", ergänzt sein Kollege und CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst.

Insgesamt stellt die Landesregierung für das Hausarztprogramm 1,5 Millionen Euro bereit. Damit können in insgesamt 20 Städten und Gemeinden im Münsterland mit bis zu 25.000 Einwohnern die Niederlassung von Hausärzten oder die Weiterbildung von jungen Ärzten zum Hausarzt gefördert werden. Ausschlaggebend für die Auswahl war außerdem der Anteil der Ärzte über 60 Jahre bezogen auf das Jahr 2008.
Im Kreis Warendorf freuen sich die heimischen Landtagsabgeordneten Bernhard Recker und Reinhold Sendker für Sendenhorst, Ennigerloh und Everswinkel über die Aufnahme in das Förderprogramm.

Aktuell gibt es kaum Probleme mit der medizinischen Versorgung vor Ort. Allerdings gibt es in vielen Städten und Gemeinden auf dem Land Ärzte, die über 60 Jahre alt sind. Hier ist abzusehen, dass in den kommenden Jahren zehn Jahren gut ein Drittel die Praxis aufgeben wird, ohne einen Nachfolger zu finden.