Warum das „Mietfiets-Bike-Sharing für Kommunen“ keine Unterstützung fand

Neues aus dem Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz

07.03.2021, 17:33 Uhr | CDU Stadtverband Velen-Ramsdorf

Um die Straßen vom Individualverkehr (PKW) etwas zu leeren, möchten wir dafür sorgen, dass mehr Menschen das Fahrrad nutzen können und wollen. Diese Anstrengungen beweisen wir seit 2009 – seit diesem Jahr sind wir „Fahrradfreundliche Stadt“ (www.agfs-nrw.de).

Deswegen war die CDU-Fraktion auf das Konzept und die Ausführungen der Vertreter der Stadtwerke im Ausschuss am 3. März 2021 sehr gespannt. Die Vorstellung der Vertreter der Stadtwerke ist hier nachzulesen: https://bit.ly/3bohBxx.

Kurz zusammengefasst sah das Konzept vor:
  • Pedelecs mit einer Tretunterstützung bis 25 km/h
  • je für Velen und Ramsdorf vier Pedelecs und sechs Dockingstationen
  • Anmeldeverfahren durch bedienerfreundliche App
  • interkommunales Modell
  • Kosten rund 80.000 Euro; Folgejahre rund 7.000 Euro pro Jahr
Schon in den beiden vorberatenden Fraktionssitzungen waren die Mitglieder der CDU-Fraktion kritisch. Auch nach der Vorstellung überwogen mehr die Nachteile, wie die Vorteile. Unsere Kritikpunkte:
  • Zielgruppe nicht klar definiert: Touristen bringen eigene Räder auf dem Autoträger mit und Einheimische haben größtenteils ein Fahrrad (93% der Haushalte im Kreis Borken besaßen im Jahr 2016 mindestens ein Fahrrad; davon im Jahr 2016 bereits jedes fünfte Rad ein Pedelec/E-Bike)
  • Ausleihe nur mit Kreditkarte möglich; das schließt Nutzer aus
  • Separates System – keine Einbindung/Kooperationen mit den örtlichen Fahrradhändlern
  • Mietfietsen sind unpraktisch: z. B. ist kein Gepäckträger, sondern nur ein nicht abnehmbarer Fahrradkorb vorhanden
  • Mietfietsen nach einer Probephase nicht wieder am freien Markt veräußerbar, da sie speziell für ein Sharing-System konzipiert wurden (siehe Foto)
  • Relativ hohe Kosten für den Ausleiher im Vergleich zu den Angeboten unserer örtlichen Fahrradhändler
  • Abholrhythmus der Räder durch die Stadtwerke zu gering
  • Die Nachfragen in Borken und Coesfeld nach den Rädern stufen wir bislang als sehr gering ein.
  • Dockingstationen: Touristen müssten von ihrer Unterkunft erst zu den Dockingstationen laufen, um das Angebot zu nutzen
Die Nachteile haben die Vorteile (Alternatives Mobilitätskonzept, interkommunale Zusammenarbeit, All-inclusive-Paket der Stadtwerke) überwogen. Aus diesen und weiteren Gründen wurde die Anschaffung mit 12 Nein-Stimmen (CDU, UWG, SPD) zu 4 Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt.

Die im Haushalt eingestellten Gelder – 90.000 Euro – sollen nicht verfallen, sondern den Radfahrern in unserer Stadt zugutekommen. Deswegen schlägt die CDU vor, in die Sanierung unserer Radwege und die Verbesserung der Verkehrssicherheit (z. B. örtliche Pedelec-Kurse) zu investieren. Des Weiteren soll das touristische Angebot der Fahrradvermittlung auf unserer Website noch präsenter dargestellt werden.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an unseren Fraktionsvorsitzenden Carsten Wendler (0176 64288751, carsten.wendler@cdu-velen-ramsdorf.de).

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