30.09.2019

Lachen, Klatschen und Einrufen, das ist eine lebendige Demokratie!

Praktikant Yannick Ruppert aus Gescher

Lesen Sie hier über seine Erlebnisse aus drei Wochen im politischen Berlin.

Mein Name ist Yannick, ich bin 23, Jurastudent und komme aus Gescher.

Wieso gerade ein Praktikum bei einem Abgeordneten? Ich bin seit vielen Jahren politisch sehr interessiert und wollte mal einen Blick hinter die Kulissen des politischen Berlins werfen. Zuallererst habe ich das Team und den Arbeitsalltag der Mitarbeiter im Büro kennen gelernt. Es sind nicht nur die Reden im Plenum, sondern die Arbeit im Büro, die den politischen Alltag für die Abgeordneten ausmacht. Dazu zählen die Bürgeranfragen, die es zu beantworten gilt, die Recherchen zu Sachthemen und natürlich auch die Fachgespräche mit Experten.

Gleich am dritten Praktikumstag habe ich die sogenannte Generaldebatte zum Bundeshaushalt im Plenarsaal live auf der Besuchertribüne verfolgen können. Die Bundesregierung und vor allem Angela Merkel mussten hier Rede und Antwort stehen. Die Opposition hat im Rahmen ihrer Reden die Gelegenheit genutzt, hart mit der Bundeskanzlerin ins Gericht zu gehen. Die Regierungsparteien haben die Arbeit des Kabinetts hingegen verteidigt. Die Reden, aber auch das Lachen, Klatschen und Einrufen als Reaktion auf die Redner, das zeigt mir lebendige Demokratie! Außerdem konnte ich mir so gut ein Bild von den Ansichten der verschiedenen Fraktionen machen.

Zudem konnte ich bei einigen interessanten Diskussionsrunden dabei sein. Zum Beispiel mit dem Fraktionsvorsitzenden Ralph Brinkhaus und dem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer Michael Große-Bröhmer. Ich habe auch außerhalb des Parlaments Einblicke in das politische Berlin bekommen: Ich war zu Besuch im Bundesrat sowie im Abgeordnetenhaus von Berlin habe mir das Hauptstadtstudio vom ZDF angesehen. Außerdem habe ich mich bei Führungen durch das Finanzministerium und das Innenministerium über die Arbeit der Bundesregierung informiert. Drei spannende Wochen liegen nun hinter mir. Ich freue mich, diese Erfahrungen gemacht zu haben und kann nun die Arbeit eines Abgeordneten viel besser nachvollziehen!

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